Vier Fragen, vier Antworten: Wie Automotive- und Fertigungsunternehmen Komplexität in SAP reduzieren.
Kürzere Innovationszyklen, volatile Lieferketten, steigender Kostendruck: Kaum eine Branche steht aktuell so unter Transformationsdruck wie die Automobil- und Fertigungsindustrie. Gleichzeitig sind die SAP-Landschaften vieler Unternehmen über Jahre gewachsen – und genau dort entsteht ein Problem, das im Tagesgeschäft oft unterschätzt wird: Komplexität.
Christian Berger, Regional Vice President DACH & CEE bei Neptune Software, spricht täglich mit Entscheidern aus Automotive- und Fertigungsunternehmen. In unserer Video-Serie „Neptune Automotive & Manufacturing Insights“ beantwortet er die vier Fragen, die ihm in diesen Gesprächen immer wieder begegnen – kompakt, ehrlich und direkt aus der Praxis. In diesem Artikel finden Sie alle vier Folgen samt Einordnung.
Frage 1: Was ist aktuell die größte Herausforderung für Automotive- und Fertigungsunternehmen?
Bergers Antwort fällt eindeutig aus: Komplexität. Die meisten Unternehmen haben kein Daten- oder Systemproblem – Systeme und Daten sind längst vorhanden. Sie kommen nur nicht im Arbeitsalltag an.
Zu viele Tools, zu viele Schritte, zu viele Abstimmungsschleifen: Entscheidungen dauern länger als nötig, Abstimmungen binden Kapazitäten, und wertvolle Geschwindigkeit geht verloren. Das Ergebnis: Unternehmen schöpfen das Potenzial ihrer Daten und Systeme nicht vollständig aus.
In einer Industrie, in der Innovationszyklen immer kürzer werden, ist das kein Randthema. Wer intern langsamer wird, während der Markt schneller wird, verliert Wettbewerbsfähigkeit – nicht wegen fehlender Technologie, sondern wegen der Art, wie sie zusammenspielt.
Frage 2: Was empfehlen Sie Unternehmen, die in dieser Situation stecken?
Die Empfehlung klingt fast zu einfach: Nicht mehr hinzufügen – sondern vereinfachen.
Statt das nächste Tool einzuführen, lohnt sich ein nüchterner Blick auf den Arbeitsalltag:
- Wo geht im Alltag Zeit verloren?
- Wo werden Daten noch manuell übertragen?
- Wo warten Teams auf ein Reporting, das längst automatisiert sein könnte?
Gerade in SAP-geprägten Organisationen liegt hier der größte Hebel. Es geht nicht darum, das ERP anzufassen oder bestehende Systeme zu ersetzen – sondern darum, das Beste intelligent daraus herauszuholen: Systeme vernetzen, Daten dort bereitstellen, wo sie gebraucht werden, und Prozesse mit KI gezielt unterstützen. Genau darauf fokussieren wir uns bei Neptune.
Frage 3: Neptune DXP verspricht weniger Komplexität bei gleichzeitig niedrigeren Gesamtkosten. Wie geht das?
Auf den ersten Blick klingt das nach einem Widerspruch – weniger Komplexität kostet doch üblicherweise erst einmal Geld. Die Antwort liegt im Ansatz: Neptune reduziert Komplexität dort, wo sie entsteht.
Statt zusätzliche Schichten und Systeme einzuführen, vereinfacht Neptune DXP Prozesse direkt in SAP. Intuitive Apps und AI Agents unterstützen Mitarbeitende genau dort, wo die Arbeit tatsächlich stattfindet – auf dem Shopfloor, im Lager, in der Instandhaltung. Das bedeutet konkret:
- Schlankere Architektur ohne zusätzliche Middleware
- Weniger Abstimmungsaufwand zwischen Teams und Systemen
- Schnellere Prozesse und Entscheidungen
- Klar niedrigere Gesamtbetriebskosten (TCO)
Der Effekt: mehr Geschwindigkeit im Tagesgeschäft – bei einer Architektur, die einfacher zu betreiben und zu warten ist als das, was sie ersetzt.
Frage 4: Welche Ergebnisse sehen Unternehmen, die diesen Schritt gegangen sind?
Ob OEM oder Tier-1-Zulieferer – der erste Effekt, von dem Kunden berichten, ist Transparenz. Teams sehen plötzlich Daten, die vorher nur über Umwege verfügbar waren. Entscheidungen werden schneller, auch durch integrierte KI. Abstimmungen werden kürzer.
Und die Ergebnisse sind messbar:
- Bis zu 25x schnellere Anwendungsentwicklung
- Bis zu 80 % geringere Entwicklungs- und Wartungskosten
- Intuitive Anwendungen statt komplexer SAP-Transaktionen
Das sind keine theoretischen Werte, sondern Ergebnisse aus realen Kundenprojekten – zum Beispiel bei Volkswagen Sachsen, wo Neptune für Kostenkontrolle und durchgängige Prozesse sorgt.
Fazit: Vereinfachen statt ersetzen.
Die vier Antworten zeichnen ein klares Bild: Die größte Herausforderung der Branche ist nicht fehlende Technologie, sondern gewachsene Komplexität. Der wirksamste Hebel liegt nicht im nächsten großen System, sondern darin, die bestehende SAP-Landschaft intelligenter zu nutzen – mit Prozessen, die dort vereinfacht werden, wo die Arbeit passiert.
Wie das in der Praxis aussieht – von Shopfloor bis Logistik – zeigen wir auf unserer Industry-Seite für Manufacturing & Automotive.


