Migration des Custom Code

Realitätscheck in der IT Abteilung: Von einer erfolgreichen Migration des Custom Codes bis zur Optimierung der SAP S/4HANA-Umstellung

Wir wären kein guter Software Anbieter, wenn wir nicht auf unsere Kunden hören und Branchentrends berücksichtigen würden. In Gesprächen mit CIOs, IT-Fachkräften und SAP-Experten wurde deutlich, dass ihre Prioritäten Kosteneinsparungen, die Bewältigung der Coronakrise und – aufgrund der Entscheidung von SAP, den Support für die SAP Business Suite 7 im Jahr 2027 einzustellen, – die Umstellung auf SAP S/4HANA sind.

Viele SAP-IT-Leiter haben vor dem letzten Punkt den größten Respekt, aber mit den richtigen Partnern und SAP-nativer Technologie lassen sich die Ziele ganz einfach erreichen: sowohl während als auch nach der Umstellung.

Wie ist der aktuelle Stand?

Viele Unternehmen, vor allem in dem öffentlichen Sektor, dem Gesundheitswesen und der Pharmaindustrie, sind mit der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien beschäftigt und suchen aktiv nach Möglichkeiten, leicht nach SAP S/4HANA zu wechseln.

Dieser Wechsel kann mit der Digitalisierung verknüpft werden, daher sind Systemintegratoren (SI), SAP-Partner und erfahrene Berater äußerst gefragt. Sie kennen die Best Practices und spielen eine wichtige Rolle, insbesondere in großen Unternehmen mit umfassend modifizierten SAP-Backends und großen Mengen an Custom Code.

Einige dieser Unternehmen haben mehr Custom Code geschrieben, als die ursprüngliche SAP-Lösung enthielt. Für sie ist die Umstellung auf SAP S/4HANA alles andere als einfach. Sie brauchen die Unterstützung von SI und erfahrenen Partnern. Sie müssen festlegen, welchen Code sie zu S/4HANA migrieren möchten und wie sie ihn überarbeiten können, um die Vorteile der neuen In-Memory-ERP-Lösung von SAP voll auszuschöpfen.

Das Dilemma um Custom Code

SAP-Experten müssen entscheiden, ob sie weiterhin den gesamten Custom Code benötigen. Dabei helfen folgende Fragen:

  • Würde der unveränderte Code auch in einer SAP S/4HANA-Umgebung funktionieren?
  • Würde die Umwandlung zu einem echten Mehrwert oder nur zu größeren technischen Problemen führen?
  • Kann der Code überarbeitet werden, um das Potenzial des zugrunde liegenden Technologie-Stacks voll auszuschöpfen?

Beginnen Sie mit einer sorgfältigen Gap-Analyse. Das ist ein gängiges Verfahren. Anhand der Ergebnisse können Sie feststellen, welcher Code beibehalten, überarbeitet oder entfernt werden muss. Außerdem sehen Sie, welche Lücken Sie noch füllen müssen – entweder durch eigene Anwendungen oder den Kauf passender Lösungen.

Unternehmen, die Custom Code behalten und überarbeiten möchten, müssen die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen – unabhängig von ihrer Cloud-Strategie oder dem allgemeinen Plan für die digitale Transformation (DX). SAP empfiehlt grundsätzlich einen „Clean Code“ (d. h. möglichst wenige Änderungen am Kernsystem), um die technischen Anbindungen zu minimieren und für eine strikte „Separation of Concerns“ (Trennung der Zuständigkeiten) zu sorgen.

Unternehmen, die sehr viel Custom Code umwandeln müssen, benötigen dazu einfache und nahezu automatische Prozesse. Anders lässt sich die gewünschte Skalierbarkeit und eine Beschränkung der Kosten kaum erreichen.

Bleiben Sie weiterhin innovativ auch während der Umstellung

Die Migration Ihres Custom Codes nach SAP S/4HANA ist nur eine, der vielen Prioritäten in der Umstellung. SAP-Experten wissen, dass sie das Fachwissen der internen Teams nutzen müssen, um auch während der Umstellung Innovationen weiterhin vorantreiben zu können. Das heißt, sie müssen regelmäßig geschäftskritische Apps in einer dynamischen Umgebung entwickeln können.

Interne ABAP-Entwicklerteams spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie nicht nur die Geschäftsprozesse, sondern auch die SAP-Backends kennen. Mit den richtigen Tools können sie die Überarbeitung des Custom Codes vorantreiben und ein neues digitales Kernsystem aufbauen.

Neptune Software bietet dafür die passende Lösung, denn die Neptune DX Platform (DXP) verfügt über ein SAP-orientiertes Modul, das in den ABAP-Stack eingebettet ist. Aufgrund des Zero-Footprint-Prinzips kann die Plattform nahtlos in die vorhandene Umgebung eingebunden werden, sodass die ABAP-Entwickler Custom Code nahezu automatisch übertragen und überarbeiten, sowie Unternehmensfunktionen als APIs bereitstellen können. Neptune DXP ermöglicht die modellgestützte UI-Entwicklung für Fiori- und UI5-Apps. Dank der grafischen Modellierungstools brauchen Entwickler keine HTML5- oder JavaScript-Kenntnisse.

So können ABAP-Entwickler mit dem strategischen Technologie-Stack von SAP im digitalen Kernsystem benutzerdefinierte Apps entwickeln – ganz ohne weitere Tools oder Fachkenntnisse. Dank der APIs wird das System zukunftssicher. So können Sie schon während der Umstellung auf SAP S/4HANA ganz leicht neue Apps in ECC entwickeln und diese auch später mit nur minimalen Änderungen in SAP S/4HANA weiterverwenden.

Kurz gesagt: Ihr IT Team kann mit den vorhandenen Fachkenntnissen zukunftssichere Apps entwickeln, während die Umstellung auf SAP S/4HANA vorangeht.

Ist das das Ende einer bi-modalen IT?

In mittelständischen und großen Unternehmen gibt es meist zwei IT-Lager: SAP-Nutzer und Nicht-SAP-Nutzer. Das erste Lager wird in der Regel mit der Systemerhaltung in Verbindung gebracht, das zweite gilt als Innovator in Bereichen wie Cloud und IoT.

Wir bei Neptune Software sind der Ansicht, dass die beiden IT Lager zusammenarbeiten müssen, um die digitale Transformation eines Unternehmens zu bewältigen, und die Geschäftsergebnisse kontinuierlich voranzutreiben, indem sie benutzerdefinierte Apps effizienter entwickeln können. Das stimmt mit der SAP-Vision des intelligenten Unternehmens überein und legt nahe, dass die bi-modale IT ein veraltetes Konzept ist.

Kunden, die sich für die Umstellung auf SAP S/4HANA entschieden haben, begründen den Wechsel mit der Suche nach einem holistischen Ansatz für ihr Kernsystem und der Förderung von Innovationen. Seit Jahren will man schon Custom Code und spezifische Prozesse standardisieren und bewahren, um ihren Wettbewerbsvorteil zu behalten, die Kosten besser zu kontrollieren und die Services und Prozesse zu optimieren. Jetzt bietet sich ihnen die Möglichkeit, diese Ziele umzusetzen.

Was muss man bei der Umstellung auf SAP S/4HANA berücksichtigen?

Für einen reibungslosen Wechsel zu SAP S/4HANA und zur Vermeidung eines Innovationsstillstands brauchen sie eine strategische App Entwicklungsplattform, auf der sie benutzerdefinierte Entwicklungsprojekte in Übereinstimmung mit der Technologiestrategie des Unternehmens durchführen können.

  • Wenn Sie SAP S/4HANA als digitales Kernsystem nutzen, sollten Sie eine optimal integrierte Lösung wählen, mit der Sie die Kenntnisse der internen Mitarbeiter ausschöpfen können und die zu Ihren Unternehmenszielen passt.
  • Hinter dem „App-Fabrik“-Ansatz von Neptune Software steckt folgende Kalkulation: Je mehr Custom Code und Apps Sie entwickeln, desto weniger kostet jedes einzelne Projekt.

Halten Sie aller Stakeholder auf dem Laufenden

IT-Transformationsprojekte lassen nicht über Nacht aufsehenerregende Erfolge erzielen, aber Ihr Unternehmen kann es sich auch nicht leisten, während eines längerfristigen Migrations-Projekts auf Sparflamme zu laufen. SAP-Experten müssen kontinuierlich kleinere Erfolge in Form von innovativen digitalen Lösungen vorweisen, damit Stakeholder und die verantwortlichen Führungskräfte nicht das Interesse verlieren.

Software trägt entscheidend zur Optimierung der Geschäftsprozesse und zur Entwicklung von Alleinstellungsmerkmalen bei. Manchmal ist die Standardisierung der beste Ansatz, aber in einigen Fällen reicht die Beschränkung auf den Status quo nicht aus. Die Kombination aus SAP S/4HANA und einer strategischen und modernen low code / RAD-Plattform ist die optimale Lösung. Doch ohne Experten, die sich mit den Geschäftsprozessen auskennen, sind auch die besten Systeme und Plattformen wertlos. Für den erfolgreichen Umstieg auf SAP S/4HANA benötigen Sie die richtigen Entwickler. Nur die Gleichung „Profis plus Plattform“ geht tatsächlich auf.

Die Wahl der richtigen App Entwicklungsplattform

Vor dem Umstieg auf SAP S/4HANA hilft es Ihre Architektur mit einer Low-Code / RAD-Plattform zu verbinden. Solch App Entwicklungsplattform bringt zahlreiche Tools für die Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Multi-Channel-Unternehmens-Apps. Damit können Sie alle Funktionen des SAP-Backend-Systems nutzen und es mit anderen Systemen und Technologien in Ihrem Unternehmen verknüpfen. Achten Sie darauf, dass die Plattform auf die Fachkenntnisse Ihrer internen IT-Teams und die vorhandenen Tools abgestimmt ist und wählen Sie eine Technologie, bei der Sie sowohl eigene Apps entwickeln als auch gekaufte Lösungen einbinden können.

Trauen Sie sich ruhig, bei Ihrer Umstellung auf SAP S/4HANA. Minimieren Sie Änderungen am Kernsystem, geben Sie sich nicht mit einer zweitbesten Lösung zufrieden und entscheiden Sie sich für skalierbaren, Custom Code in den Bereichen, in denen sich Ihr Unternehmen besonders auszeichnen soll.

Mit Neptune Software’s DX Platform können Sie diese Ziele erreichen und weiterhin mit Innovationen punkten.

Key Takeaways

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Beginnen Sie mit einer Gap-Analyse für Ihren Custom Code. Was müssen Sie behalten, überarbeiten oder entfernen?

Migrieren Sie Custom Code zu SAP S/4HANA richtig.

Beachten Sie die Empfehlung zum „Clean Code“, aber beschränken Sie sich nicht nur auf Standardlösungen.

Lassen Sie von Ihrem internen Team nach Bedarf benutzerdefinierte Lösungen entwickeln.

Vermeiden Sie den Innovationsstillstand mit Hilfe einer low-code / RAD-Plattform.

Wählen Sie eine App Entwicklungsplattform, auf der ABAP- und Web-/Full-Stack-Entwickler zusammenarbeiten können.

Sichern Sie sich Management-Unterstützung, indem Sie regelmäßig mit neuen geschäftskritischen Apps den Erfolg beweisen.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie Neptune Software Sie bei dem reibungslosen Wechsel zu SAP S/4HANA unterstützen kann? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

Andere Relevante Themen:

Umstieg auf SAP S/4HANA

App Entwicklung

S4HANA Custom Code Herausforderung

About the Author 

Christoph Garms

 

Christoph Garms – Managing Director

Für Christoph Garms liegt der Schlüssel des digitalen Wandels in den richtigen technischen Kernwerkzeugen. Seine Vision als Managing Director von Neptune Software in Deutschland ist es, die Kluft zwischen Business und IT zu überbrücken und den DACH-Markt zu einer echten digitalen Transformation zu bewegen. Mit seiner branchenübergreifenden Expertise ist sich Garms sicher, dass dies eine Frage der Digitalisierung von Prozess zu Prozess, der Schaffung einer neuen Arbeitskultur mit agilen Methoden und funktionsübergreifenden Teams ist. Der studierte Software-Architekt legt großen Wert darauf, Partner und Kunden von der ersten Demo über die Implementierung bis hin zum Onboarding und Experten-Training zu unterstützen.