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Microsoft Azure & SAP = die Erfolgsformel für die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen

Was haben die SAP SE und Microsoft Corp. gemeinsam? Die Software-Giganten sind mit ihrem Enterprise-Schwerpunkt seit Jahrzehnten erfolgreich und weisen im 5-Jahres-Trend einen fast stetig steigenden Aktienkurs auf. Beide Unternehmen teilen sich eine riesige Anzahl an Unternehmenskunden und diese strategische Überschneidung führte unter anderem dazu, dass gemeinsame Go-to-Market-Partnerschaftsprogramm “Embrace” im Herbst 2019 anzukündigen.

Bei vielen unseren Kunden bestand dennoch eine gemeinsame Herausforderung in der organisatorischen Ausrichtung der beiden traditionellen Unternehmens-IT-Lager: SAP und Non-SAP. Das Spannungsfeld zwischen diesen beiden IT-Abteilungen stellt eine große Herausforderung für Transformationsstrategien und die Harmonisierung von Anwendungslandschaften dar. Diese gilt es zu überbrücken.

Die SAP-IT wird oftmals als bloße Truppe zum “Systeme am Laufen halten” wahrgenommen, während Non-SAP-Teams als “Innovationstreiber” gesehen werden. Das gemeinsame Heben von Synergien zur aktiven Gestaltung der Digitalisierung durch eine starke zentrale IT bleibt daher leider zu oft ein Wunschgedanke.

Wir sehen diese Herausforderung in verschiedensten Unternehmenslandschaften. Gleichzeitig werden wir immer häufiger durch unsere Kunden überrascht, deren funktionsübergreifende Teams einen modernen, ganzheitlichen Integrationsansatz verfolgen und strukturelle Digitalisierung bei den Hörnern packen.

Folgende Gründen zeigen auf, warum die Systeme von Microsoft Azure und SAP Integrationsprojekte wirklich aufblühen lassen können.

Hybride Architekturen

“Hybrid Cloud is the new black”, wie Sven Denecken, Leiter Produkterfolg bei SAP, in seinem Business-Trends-Blog (SDE2020) hervorhebt. Die meisten Unternehmen erkennen die Notwendigkeit an, SaaS-Lösungen neben ihrem digitalen Kern, dem zentralen ERP, vor Ort einzuführen. Da es sich hierbei um geschäftskritische Systeme handelt, die oftmals den Ursprung von Wettbewerbsvorteilen darstellen, werden diese Kernsysteme strategisch auf Distanz zu IT-Architekten gehalten, die in einer von SaaS dominierten Welt nach Kompromissen suchen.

Brian Sommer (BSO2020), Senior ERP Consulting Executive und Autor von “Digital with Impact”, geht noch weiter und stellt die Frage, ob ERP-Kunden bei ihrer Bewertung von ERP-Upgrades im 21. Jahrhundert die richtigen Fragen stellen, wenn es um die nächsten 10 bis 20 Vertrags- und Technologiebindung an einen Anbieter geht.

IT-Marktforschungsgigant Gartner unterstreicht den Wechsel zu hybriden Lösungen, indem prognostiziert wird, dass mehr als 80 Prozent der produktzentrischen Unternehmen, die derzeit eine ältere ERP-Lösung besitzen, einen föderierten ERP-Anwendungsansatz in Betracht ziehen, um ihre ehrgeizigen Ziele der Produktivitätssteigerung bis 2021 zu erfüllen (GAR2019). Rechnet man die Trends aus Mitteleuropa hinzu, unterstützt der jüngste DSAG-Investitionsbericht die Hybrid-Theorie und skizziert einen deutlichen Schub in Richtung des aktuellen SAP-Angebots S/4HANA, wobei die Option S/4HANA-Public-Cloud im einstelligen Bereich stagniert (DSA2020).

Dabei müssen hybride Architekturen eine klare Steigerung der Anwenderproduktivität erfüllen. Dies erfordert eine langfristige UX-Strategie, gepaart mit einfachem Zugang und minimalem Schulungsaufwand, um spürbare Leistungssteigerungen zu zeigen. Hier kommt das gereifte Portfolio von Microsoft ins Spiel.

Single-Sign-On mit Microsoft 365

Microsoft 365 (M365) ist eine weltweite Erfolgsgeschichte der Cloud-Nutzung – jeder fünfte Mitarbeiter eines Unternehmens nutzt heute weltweit einen M365-Dienst (PTG2019). Seit 2011 haben weltweit mehr als 800,000 Unternehmen die Office-Suite (STA2020) eingeführt, wobei mehr als eine halbe Million Unternehmen Microsoft-Teams nutzen – darunter 91% der Fortune 100 (PTG2019). Diese Zahl wird durch die schockartige Veränderung hin zum Mobilen Arbeiten weiterhin dramatisch steigen und eine wachsende Zahl an Geschäftsanwendern wird sich täglich bei M365, speziell Microsoft Teams, einloggen.

Hinter den Kulissen verwendet M365 das Microsoft Azure Active Directory (Azure AD) zur Verwaltung der Benutzeridentität. Jedes M365-Abonnement enthält Microsoft Azure AD, so dass Unternehmen die beiden Programme integrieren können, um Passwörter zu synchronisieren oder einen Single Sign-On (SSO) in der firmeninternen Umgebung einzurichten. Da sich die meisten Anwender jeden Tag als erstes bei M365 anmelden, ist es Microsoft gelungen, drei seiner wichtigsten Assets – Microsoft Office Suite, Azure Cloud und Active Directory (AD) – zu einem Portfolio zu bündeln, das eine leicht zu rechtfertigende Investition für fast jedes Unternehmen darstellt.

Die verbleibende Herausforderung für IT-Architekten in Unternehmen lautet dann, wie die Microsoft Suite in die hybride IT-Architektur rund um das ERP-Kernsystem integriert werden kann, ohne andere innovative digitale Lösungen und Technologien abzukoppeln.

Erfolgreiche Umsetzungen

Ein Global Player in der Tabakindustrie hat mit zahlreichen Systemintegratoren zusammengearbeitet, um seinen Mitarbeitern sowohl native als auch progressive Webanwendungen (PWA) zur Verfügung zu stellen.

So wurde der Zugang zu verschiedenen SAP-basierten Self-Services erweitert. Diese modernen Anwendungen, die in Übereinstimmung mit den B2C-Designrichtlinien entwickelt wurden, ermöglichen es der IT, HR-bezogene Mitarbeiter-Self-Services, sowie funktionale Prozesse in der gesamten ERP-Landschaft bereitzustellen und zu nutzen.

Die Verwendung von M365-Credentials zur Authentifizierung gegenüber der App bedeutete, dass das Unternehmen einen Weg finden musste, sich mit mehreren SAP-Backends – jedes mit seinen eigenen SAP-Benutzerstammdaten – zu verbinden und gleichzeitig die Anmeldung für native Anwendungen, die unter iOS und Android laufen, sowie mehrere PWAs zu unterstützen.

Die Lösung bestand darin, Microsoft Azure AD in die Neptune DX Platform zu integrieren, um einen Authentifizierungsmechanismus bereitzustellen. Dieser sollte sowohl Offline- als auch eine Server-seitige Nutzung unterstützen, indem die integrierte Principal Propagation Funktionalität genutzt wird, um sich an mehreren SAP-Backends mit dem entsprechenden SAP-Endbenutzer anzumelden.

Ohne die bereits getätigten Investitionen in die Entwicklung mehrerer nativer Anwendungen zu unterwandern, konnten die IT-Teams mit Neptune DX Platform plötzlich alle Anwendungen mit integrierter M365-Single-Sign-On-Authentifizierung ausstatten und allen Mitarbeitern bereitstellen. Weiterhin wurde die Grundlage geschaffen, die Entwicklungszeiten für künftige digitale Produkte zu verkürzen, die für den Zugriff auf jedes gewünschte Backend-System und die Aufbereitung der jeweiligen Daten aufgewendet werden müssen.

Global Automobil Player Volvo stand vor der Herausforderung, die globale SCM-Architektur zu integrieren, um zentrale Kontrolle über und Einblicke in isolierte Silos innerhalb seiner weltweiten Lieferkette zu erhalten.

Die Verwaltung und Anbindung von mehr als 6,000 Lieferanten – zusammen mit einer entgegengesetzten Lieferkette für Verpackungsmaterialien – stellte lange ein unüberwindbares Problem dar. Die historisch gewachsene IT-Landschaft verfügt über mehr als 50 kritische Back-ends und Tausende von proprietären Schnittstellen. Es dauerte Jahre, bis ein Team von Unternehmens-IT-Architekten eine API-zentrierte Strategie entwickelte, die schließlich sowohl die technologischen als auch organisatorischen Silos aufbrechen konnte und nach jahrelanger Stagnation Optimierungen und Kontrolle ermöglichte.

Durch die Integration von Anwendungen und Dashboards mit dem Transport Management von Oracle, Microsoft Azure Data Lake Analytics und mehreren SAP S/4HANA-Backends konnte das Team wichtige Systeme entlasten.

Mithilfe der Neptune DX Platform ersetzte das Team proprietäre Schnittstellen und Gateways durch einen gemeinsamen REST-Standard. Und schuf ein zentrales Steuerungssystem, das Anwendung für Anwendung mit einer einheitlichen User Experience (UX) und AD-basiertem Single-Sign-On den Anwendern zur Verfügung gestellt werden konnte.

Project ‘Embrace’ – Microsoft & SAP

Die im Oktober 2019 angekündigte gemeinsame Go-to-Market-Partnerschaft zwischen SAP und Microsoft wird die Bemühungen zur Bündelung der Microsoft Azure Technologie mit SAP-ERP-Anwendungen mit Fokus auf SAP S/4HANA-Migrationen weiter stärken.

Wie der ehemalige Co-CEO der SAP SE kommentierte: “Bei der Partnerschaft geht es darum, die Komplexität zu reduzieren und die Kosten für Kunden bei der Umstellung auf SAP S/4HANA zu minimieren”. “Die Zusammenführung der Stärken von SAP und Microsoft gibt Kunden die Sicherheit, mit zwei Branchenführern zusammenzuarbeiten, so dass sie zuversichtlich und effizient das intelligente Unternehmen einführen können.” (SAP2019) Während der Schwerpunkt von ‘Embrace’ auf der Vereinfachung von Customer Journeys hinzu S/4HANA in der Cloud liegt, wird auch der große Pool gemeinsamer Kunden, die weiterhin Anforderungen auf On-Premise haben, bei Microsoft und SAP Gehör finden.

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In der Regel werden sowohl Microsoft- als auch SAP-Technologie-Stacks einzeln verwaltet, wobei beide Anbieter im Laufe der Zeit eine Vielzahl von benutzerdefiniertem Code, Modifikationen, Anpassungen, Integrationen und Reports eingeführt haben – insbesondere im SAP ERP. Heute leben wir nun in der hybriden IT-Ära, in der Unternehmen mit ihren digitalen Kernsystemen Wege finden müssen, Cloud-Lösungen einzuführen und darüber hinaus modernste digitale Produkte zu entwickeln und den Anwendern bereitzustellen.

Es sollte daher Ziel eines jeden IT Teams sein, eine kohärente IT-Strategie zu entwickeln, um “zu den unternehmenseigenen Bedingungen zu digitalisieren” und dabei SAP und non-SAP bestmöglich zu nutzen. Die Neptune DX Platform hat bewiesen, dass sie die Brücke sein kann, um selbst die schwierigsten IT-Landschaften zu überwinden, sei es gemeinsam mit SAP, Microsoft oder anderen Systemanbietern.

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Key Takeaways

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Der Markt zeigt, dass die Harmonisierung Ihrer SAP- und Nicht-SAP-Stacks in einer hybriden Architektur Ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil in der Digitalisierung verschafft.

Die Partnerschaft zwischen SAP & Microsoft wird die Bemühungen zur Verknüpfung der Microsoft Azure-Technologie mit SAP-ERP-Anwendungen weiter stärken, wobei der Schwerpunkt auf SAP S/4HANA-Migrationen liegt.

Ein moderner, ganzheitlicher Integrationsansatz kann eine erfolgreiche Digitalisierung ermöglichen.

Hybride Architekturen sollten vor allem die Produktivität der Benutzer steigern.

Eine Herausforderung für IT-Architekten in Unternehmen ist die Integration von Microsoft Azure in die hybride Architektur ihrer IT-Landschaft rund um die ERP-Kernlösung.

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Über den Autor

Christoph Garms

 

Christoph Garms – Managing Director

Für Christoph Garms liegt der Schlüssel des digitalen Wandels in den richtigen technischen Kernwerkzeugen. Nur so lässt sich ein kultureller Wandel und damit die Neuordnung der Arbeits- und Teamstrukturen vorantreiben. Seine Vision als Managing Director von Neptune Software in Deutschland ist es, die Kluft zwischen Business und IT zu überbrücken und den DACH-Markt zu einer echten digitalen Transformation zu bewegen. Mit seiner branchenübergreifenden Expertise ist sich Garms sicher, dass dies eine Frage der Digitalisierung von Prozess zu Prozess, der Schaffung einer neuen Arbeitskultur mit agilen Methoden und funktionsübergreifenden Teams ist. Denn nur auf Grundlage digitaler Produkte und Dienstleistungen lassen sich neue Geschäftsmodelle vorantreiben.

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